Corona-Speck: Gestörtes Essverhalten in der Krise. Wo er herkommt und was man dagegen tun kann.

Die aktuelle Zeit ist für viele Menschen sehr schwierig. Sie müssen auf Dinge verzichten, die sie sonst als selbstverständlich empfinden. Sei es unbeschwert einkaufen zu gehen, eine Runde spazieren zu gehen oder sich einfach nur mit Freunden oder Bekannten in einer Bar oder in einem Restaurant zu treffen.

Selbst der Weg zur Arbeit, der sonst manchmal recht lästig sein kann, wird nach geraumer Zeit vermisst, denn viele müssen auf diese aktuell willkommene Abwechslung verzichten, da sie sich nun im Homeoffice befinden und die eigenen vier Wände kaum bis gar nicht mehr verlassen.

Hilfe, jetzt droht der Corona-Speck!

Die ganze Situation führt bei vielen Menschen zu einem enormen Druck, Stimmungsschwankungen und psychischen Stress, denn die unsichere Zukunft, die Angst um die eigene Gesundheit und auch die von Familien oder Freunden können die psychische Gesundheit von Menschen enorm beeinträchtigen.

Sorgen um die Zukunft, aber auch die Langeweile, ständiges zu Hause sein, fehlende alltägliche Bewegung und ein ungeregelter Tagesablauf verleiten zu Naschen und übermäßigem Essen. Und das macht sich bei vielen auf der Waage bemerkbar. Aber warum essen wir jetzt eigentlich so viel oder so viel ungesünder? Was können wir tun, damit wir nicht in die Kalorienfalle tappen und beim nächsten Gang auf die Waage einen Schock erleiden?

Corona-Krise: Essen als Beschäftigung

Da es keine richtige Tagesstruktur gibt und das Essen jederzeit zu Hause zur Verfügung steht, greift man automatisch aus Langeweile oder um sich zu beruhigen zum Essen. Außerdem nutzt man Essen auch als Beschäftigung – und eine Art Befriedigung. Dies ist besonders dann der Fall, wenn man unter Stress steht. Essen ist also ein Versuch, den Stress zu regulieren. Man nimmt gar nicht so richtig wahr, ob man Hunger hat oder nicht. Denn essen hat in solchen Situationen eine völlig andere Funktion als satt zu machen. Es geht um unsere Emotionen.

Mangelnde Bewegung in der Corona-Krise?

Der Lockdown im Frühjahr hat die Menschen schon psychisch sehr stark belastet, was sich bei vielen negativ auf das Körpergewicht ausgewirkt hat. Laut einer Umfrage haben ein Viertel aller Befragte im Laufe der Pandemie an Gewicht zugelegt… und sogar 9% der unter 14-Jährigen.

Die große Frage, die sich damit auftat war, wie kommt diese Gewichtszunahme zustande?

Viele werden vermuten, dass die fehlende Bewegung Auswirkung auf die „Corona Pfunde“ hat, denn schließlich konnten die Menschen sich nicht ausreichend bewegen und Kalorien verbrennen.

Aber dann müssten ja nur Menschen zunehmen, die sich vorher viel bewegt oder Sport gemacht haben. Dem ist bei weitem nicht so. Fälschlicherweise wird Bewegung direkt mit Kalorienverbrauch gleichgesetzt. Es ist zwar richtig, dass man Kalorien verbrennt, wenn man sich bewegt, aber unser Körper holt sich die verbrauchten Kalorien zurück. Indem Du ein verstärktes Verlangen nach mehr Essen verspürst. Der Körper ist bemüht, das Gleichgewicht zwischen Kalorienzufuhr und Kalorienverbrauch konstant zu halten.

Sport oder Bewegung ist gut und wichtig für unsere Vitalität und unsere Psyche. Bewegung tut außerdem gut und hält uns fit und schafft ein Gleichgewicht. Wenn wir uns bewegen, fühlen wir uns besser und empfinden weniger Stress. Wir sind ausgeglichener und dadurch haben wir weniger Verlangen nach Essen.

Essen aus emotionalen Gründen
In Wahrheit ist „Essen aus emotionalen Gründen“, führt bei den meisten Menschen zu Gewichtsproblemen. Die Corona-Krise wirkt sich negativ auf unsere Psyche und auf unsere Emotionen aus. Daher ist es ganz wichtig, dass wir unsere Emotionen und unsere Psyche stabilisieren als uns durch eine weitere Reglementierung kontrollieren zu wollen. 

Der Lockdown ist der beste Beweis dafür, dass essen und das Übergewicht mit unseren Emotionen verbunden sind.

Gerade im Homeoffice ist die Gefahr sehr groß, mehr zu Essen zu greifen, als man eigentlich möchte oder braucht, denn die Arbeit von zuhause bedeutet natürlich leichteren Zugang zum Kühlschrank, zu den Schränken mit den Vorräten an Essen oder der begehrten Naschschublade. So gibt es öfter mal etwas zwischendurch oder als Belohnung.

Wir wollen uns vielleicht ablenken, weil wir soziale Kontakte vermissen oder die aktuelle Situation in der Gesellschaft nicht gut ertragen können und essen dann, damit wir uns besser fühlen.

Für die meisten Menschen ist das Leben mit Übergewicht immer ein Kampf, sie haben schon so viel Mühe auf sich genommen um abzunehmen. Sie sehen sich dabei als das Problem. Sie denken, es ist ihre Schuld, dass sie nicht abnehmen können, weil sie keine Diät durchhalten können. Und je mehr sie bewusst darauf Einfluss nehmen, umso schwieriger wird es, Gewicht zu reduzieren. Sie sind noch mehr gefrustet, stellen sich in Frage und verlieren das Vertrauen in sich und ihren Körper. Gerade jetzt, während dieser Zeit, wo man zuhause bleiben muss, kann es schwieriger sein als je zuvor.

Wir befinden uns aktuell mitten im zweiten Lockdown, mit Kontaktbeschränkungen, geschlossenen Restaurants und stillgelegtem kulturellen Leben. Das hat enormen Einfluss auf unsere Gefühlswelt, unser Essverhalten und somit auf unser Gewicht.

Nun, Corona und die Lockdown Situation können wir nicht verändern, aber wir können diese Zeit, in der wir gezwungen sind innezuhalten und uns mehr oder weniger etwas mehr mit uns zu beschäftigen so nutzen, dass wir uns einmal genau anschauen, wie unser Essverhalten aussieht. Denn in Wahrheit ist es nicht wichtig WAS wir essen, zu welcher Zeit und wie viele Kalorien, sondern es ist wichtig, WARUM und WIE wir essen.

Bewegen Dich um Dich auszugleichen

Doch so anstrengend der Corona-Alltag auch sein mag, die bessere Option ist meist, sich doch noch einmal aufzuraffen und kurz zu bewegen. Bewege Dich zwei Mal am Tag für ca. 10 Minuten. Mehr muss es nicht sein. Du wirst Dich wohl und ausgeglichen fühlen.

Direkt nach dem Aufstehen: Mobilisation

Öffne bei den Übungen die Fenster, sodass Du mit einer ordentlichen Sauerstoffdusche in den Tag startest.

  1. Körper strecken: Strecke Dich so lang Du kannst. Arme und Hände nach oben strecken, dabei auch auf die Zehenspitzen gehen. Einige Sekunden halten, auslockern, dreimal wiederholen.
  2. Füße kreisen: Mache mit beiden Füßen erst kleine Kreise, dann große, jeweils mit und gegen den Uhrzeigersinn. Von jeder Variante 10 Kreise, also insgesamt 80.
  3. Hüfte kreisen: Stehe aufrecht mit leicht gespreizten Beinen und kreise die Hüften, mit und gegen den Uhrzeigersinn jeweils 10- bis 20-mal.
  4. Beine kreisen: Hebe ein Bein, bis der Oberschenkel waagerecht ist, und beuge das Knie im 90-Grad-Winkel. Kreise das Bein im Hüftgelenk 10-mal langsam nach außen, dann 10-mal nach innen. Beinwechsel.
  5. Schultern kreisen: Stehe gerade und lasse die Arme locker hängen, Schultern weg von den Ohren. Kreise die Schultern eine Minute lang nach hinten, dann nach vorn.
  6. Arme schwingen: Schwinge nun beide Arme gleichzeitig nach links, während Du den Kopf nach rechts drehst, dann dynamisch zur anderen Seite. Auch hier die Schultern nicht zu den Ohren ziehen. Wichtig: Blickrichtung immer entgegen der Schwungrichtung der Arme.

10 Minuten Inne halten

Dass Meditieren sich positiv auf die Gesundheit auswirkt, ist längst kein Geheimnis mehr. Manche Menschen werden aber hibbelig, wenn sie zu lange sitzen. Wenn Du dazu gehörst, könnte zum Beispiel die Gehmeditation die richtige Übung für Dich sein. Dafür brauchst Du nicht viel Platz, Du kannst einfach in Deiner Wohnung auf und ab gehen. Du achtest dabei sowieso nicht auf Deine Umgebung, sondern konzentrierst Dich auf Deinen Körper.

Bist Du jemals bewusst gelaufen? Hast Du jemals einen Fuß vor den anderen gesetzt und dabei jede Faser Deines Körpers gespürt? Jedem Atemzug gelauscht, der Deine Lunge füllte? Das Kribbeln der Fußsohlen genossen, Deinen sanften Herzschlag, den leichten Windzug auf Deiner Haut? Gehe, wie Du noch nie gegangen bist, und mache eine einmalige Erfahrung dabei. Auch das ist Meditation. Spüre beim Gehen jeden Schritt, den Du machst. Nehme wahr wie sich Dein Körper anfühlt. Wie Deine Arme sich bewegen und wie Du dabei atmest. Mach diese Übung ebenfalls 10 Minuten. Du wirst bemerken, dass Du extremst ausgeglichen bist und Dein Verlangen nach übermäßigem Essen verschwindet.

Die Schlankness Methode kann Dir helfen die Krise besser zu überwinden

Wenn Du noch mehr Hilfe benötigst, um mit der Krise besser umgehen zu können oder Dein natürliches Essverhalten zurückgewinnen willst, dann freuen wir uns sehr, wenn Du Kontakt zu uns aufnimmst. Wir helfen Dir sehr gerne um aus dieser außergewöhnlichen Zeit vital herauszukommen. Wer weiß, vielleicht schaffst Du es auch sogar Körpergewicht zu reduzieren und kommst als Sieger aus der Krise heraus. Die Schlankness Methode ist eine Art Persönlichkeitsentwicklung. Wir beschäftigen uns mit den Emotionen und der Psyche eines Menschens.

Herzlichst Dein Schlankness Team